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Mittwoch, 24. September 2014

The Strange Case of the End of Civilization as We Know It (1977)


Ich war stets ein Fan von Sherlock Holmes-Verfilmungen, vor allem von den alten. Gerade die Filme mit Basil Rathbone gehören für mich zu den schönsten Conan Doyle-Verfilmungen. Interessant finde ich vor allem, wie die Filmemacher mit der Figur des Dr. Watson umgehen. Oft wird der arme Doktor in eine Witzfigur verwandelt, in einen ungeschickten, leicht dümmlichen Sidekick, was er im Grunde nicht verdient hat. Denn ohne ihn gäbe es keine Geschichten um Sherlock Holmes, ist er doch der treue Chronist des größten Detektivs aller Zeiten.

Diese Verfilmung mit John Cleese wartet, für mich jedenfalls, mit der absurdesten, durchgeknalltesten Watson-Figur auf, die die Welt je gesehen hat. Was der unglaubliche Arthur Lowe hier abliefert, ist mit Worten kaum zu beschreiben. 
Lowe ist in Großbritannien vor allem durch seine Darstellung von Kleinbürgern und Spießern bekannt. Doch ab und zu ist er aus diesem engen Rollenkorsett ausgebrochen und hat verrückt gespielt, wie man hier sehr gut sehen kann. Sein Watson ist respektlos, genial, und absolut daneben. Mir bleibt nur zu sagen: "Good Lord!"

Wer nach diesem Film ein Arthur Lowe-Anhänger geworden ist, muss sich übrigens auch "The Rise and Rise of Michael Rimmer" anschauen, eine brillante Satire mit Peter Cook und Denholm Elliott.


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