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Dienstag, 30. September 2014

Quando Alice ruppe lo specchio

Schulden bei Al Cliver sind Ehrenschulden!

Mein neuer Text für Eskalierende Träume beschäftigt sich mit Lucio Fulcis "Quando Alice ruppe lo specchio", in Deutschland bekannt unter dem Titel "When Alice broke the Mirror". Für mich der Film, der das Spätwerk des großen italienischen Regisseurs einleitet, und für viele auch seinen Niedergang. Die italienischen Genrefilme der 80er, vor allem die Horrorfilme, litten u.a. unter ihrem Kleinstbudget und ihrer miesen Synchronisation. Man hielt sie für Trash. Auch ich bin als Jugendlicher auf die sogenannten Trashfilme von Fulci und anderen gestoßen. Ich wollte wissen, was an dem Vorwurf dran war, und wie schlecht diese Filme nun wirklich waren. Die ersten Sichtungen stellten auch einen echten Kulturschock dar, was normal ist, wenn man bis dato nur Hollywoodfilme gewöhnt war und den verbreiteten Denkfehler machte, die Hollywood-Art des Filmemachens für den Standard zu halten. Doch irgendwann sieht man den Film hinter der konstruierten Erwartungshaltung. Auch der Begriff des Trash löst sich irgendwann auf. Einen Film als Trash zu bezeichnen bedeutet oft nur, nicht anzuerkennen, wie unterschiedlich Filme wirklich sind. 
Was nicht bedeutet, dass das Spätwerk von Lucio Fulci keine Herausforderung ist. Trotzdem befinden sich einige Schätze darunter.
Interessierte Einsteiger sollten jedoch definitiv mit Filmen wie "Non si sevizia un paperino", "Una lucertola con la pelle di donna", "Sette note in nero" oder "I quattro dell'apocalisse" anfangen.



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